Heute kam der erste Tag der Abrechnung. Jetzt sollte sich zeigen, ob ich die Berge oder die Berge mich bezwungen würden.
Bereits nach 10 km ging es in den längsten Anstieg für dieses Jahr raus zum Monte Baldo. 15 km kontinuierlich mit 5-7% bergauf, und zum Schluss gab es noch ein kleines Schmankerl, das uns für die letzten Kilometer viel Freude bereitete.
Unsere Squadra Vodafone wurde bereits zu Beginn auseinander gerissen. Vorne dominierten unser maltesischer Kletterkünstler Luke zusammen mit dem Bergfloh Corinna und unserer ungarischen Kollegin Gyöngy des Feld, während ich einige Teams an mir vorbei ziehen lassen musste, aber zumindest nicht die rote Laterne unseres Teams hatte.
Wie bei unserer letzten Alpenquerung 2015 wurde wieder ein mitreisender katartischer VIP, wohl irgendein Minister, von seinem privatShuttle bis kurz unter den Gipfel gebracht und dort auf sein Fahrrad gesetzt. Immer begleitet von einem dreiköpfigen Mediateam. Leider ging die Rechnung nicht auf, den die 19% Steigung waren für den Wüstensohn dann doch ca. 17% zu viel, so dass das Shuttle nochmal gerufen werden musste.
Nach ein paar Kilometern im welligen hochalpinen Gebiet und ohne eine Spur von unseren vorgefahrenen Teamkollegen zu finden, haben wir dann den Ausblick auf den Gardasee genossen und Kräfte für den anstehenden jetzigen Gipfel des Tages gesammelt. Das dortige Restaurant war selbstredend von GBIlern überschwemmt, und ich habe sogar Hazar, die syrische Country Champion getroffen, mit der ich in der Vergangenheit nur telefoniert oder gemailt hatte.
Am letzten Gipfel angekommen, mussten wir erst mal ein einer Vollsperrung warten, da sich wohl ein Ägyper von uns in der Konzerne mit einem Motorrad angelegt hat, und mit Heli ins Krankenhaus geflogen wurde. Zum Glück scheint er nur einen Bruch der Hand und des Kiefers zu haben. Also nochmal richtig Glück gehabt.
Der Rest der heutigen Tour verging weitestgehend ereignislos und wir erreichten unser Ziel in Trento, das ich bereits aus 2015 kannte, zeitig, so dass der ein oder andere sogar noch das benachbarte Schwimmbad nutzen konnte.







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