Auf geht's zum Brenner! Heute war erstmal gaaaaanz lange Bergauffahren angesagt. Von Brixen ging es zunächst nach Sterzing, dem Tor zum Brenner. Durch herrliche Gebirgslandschaften, leider viel zu häufig durch die hässliche Brennerautobahn im schmalen Eisacktal verschandelt, fuhren wir kontinuierlich nach oben. Unser Giga Power Team wurde heute noch durch einen Nachzügler ergänzt, der noch mächtig Power in den Haxen hatte, und sich nach ein paar Kilometern direkt mit ein paar anderen Heißdüsen zu einer Ausreissergruppe formierte und die GBI Europe scheinbar als Mannschaftsbergzeitfahren interpretierte. Jedenfalls ist das Giga Bummel-Team, wie wir fortan genannt wurden, in angemessenem Tempo bis Sterzing gefahren, um dort in einem Eiscafe einzukehren, und die zwischenzeitlich verlorenen Kalorien dem Körper wieder zuzuführen.
Auf der Weiterfahrt durch Sterzing trafen wir, nicht ganz unerwartet, zahlreiche andere GBI-Radteams, die diesen süßen Ort als letzte Rastmöglichkeit vor dem Pass nutzen wollten.
Als wir endlich am Brenner angekommen sind, war unsere Fasttrack-Kollegen bereits wieder uneinholbar auf dem Weg nach Innsbruck. Meine Teamorder 'Wir treffen uns am Gipfel' wurde also erfolgreich ignoriert. Vielleicht sollte ich noch etwas an meiner Rethorik feilen...
Wer jetzt dachte, die Bergspitze ist erreicht und jetzt geht es bis Innsbruck nur noch bergab (also so wie ich), der hat die Rechnung leider ohne den Wirt (bzw. in unserem Fall den Track) gemacht. Nach einer zunächst schönen Abfahrt und kurzem Lunch in Matrei, wo wir unsere Freunde vom maltesischen Team Luzzu Lovers (wer Interesse hat kann ja mal nach Luzzu googlen) getroffen haben, ging es entlang der Hänge des wunderschönen Wippachtals beständig bergauf und bergab. Ich war froh, als endlich die Bobbahn in Igls in Sicht kam und damit eine rasante Talfahrt begann. Aufgrund akuter Unlustigkeit haben wir uns die eigentlich für Track 2 vorgesehen Schleife von ca. 20 km gespart, da wir morgens vom GBI-Sponsor Couchbase auf ein Abendessen in Innsbruck eingeladen wurden und rechtzeitig im Camp sein wollten.
Unser Camp heute stand in der Innsbrucker Olympiaworld, wo bereits zu den zwei vergangenen Winterolympiaden in Innsbruck Sportwettkämpfe ausgetragen wurden. Das direkt neben uns eine Kirmes aufgebaut worden war, wäre allerdings wirklich nicht nötig gewesen.
Nach einem sehr leckeren Abendessen im Lokal Bierwirt stand eigentlich nur noch ein Spaziergang zum Camp und anschließendes Schlafengehen auf dem Programm. Allerdings blieben wir zu dritt noch am Touroffice hängen, wo der GBI-Engel Anja Rotwein offerierte, wem wir uns nicht wiedersetzen konnten. Als spät in der Nacht noch die halbe Truppe von Addmore ins Camp kam und uns Gesellschaft leistete, wußte ich, daß dieser Abend böse enden würde. Und ich wurde nicht enttäuscht! Als ich schließlich in meinen Schlafsack gekrochen bin und ein letzten Blick auf die Uhr warf, war es 3:20! Na dann mal gute Nacht.




Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen