Wie bereits am Vortag ergab sich bereits nach einigen Kilometern wieder ein hektisches Gewimmel an der Spitze und die Helden der Landstrasse rasten wie von der Tarantel gestochen den Inn entlang. Zwischendurch haben wir sie zwar noch einmal zum Kaffeepäuschen gefunden, aber danach waren sie wieder bis zum Camp entschwunden.
Spätestens an der deutsch-österreichischen Grenze habe ich mal wieder die Vorzüge der EU erkannt. Obwohl es keine Grenzkontrolle auf der Landstrasse hinter Kufstein gab, mußten die Nicht-Europäer alle ihre Pässe mitnehmen. Aber die Grenzschützer hätten sicherlich auch Augen gemacht, wenn plötzlich gruppenweise potentielle Flüchtlinge aus dem Arabischen Raum auf 10000 € teuren Rennmaschinen einreisen wollten.
Der letzte Teil unserer Etappe führte uns am Fluss Mangfall entlang. Eine glückliche Fügung oder einfach nur keine Lust mehr zum Radfahren ließ uns an einem Zugang zum Fluss anhalten und eine kleine Planscheinheit im gar nicht sooo kalten Fluß einlegen.
Nach einem weiteren Stopp beim besten Eiscafe in Bad Aibling ging es dann zu unserem Camp, das auf dem Gelände einer ehemaligen amerikanischen Fliegerbasis lag. Und in Sichtweite reckten sich riesige Golfbälle in den Abendhimmel, die eine militärische Abhöreinrichtung vor interessierten Blicken schützten.
Der Abend wurde vom langjährigen GBI-Sponsor Addmore ausgerichtet. Neben Freibier aus der lokalen Brauerei Maxlrain gab es noch ein kulturelles Highlight. Die Trachten-Musikgruppe 'Willinger Musi' spielte zunächst klasssche bayrische Bierzeltmusik, immer unterbrochen vom obligatorischen 'Ein Prosit, ein Prohosit, der Gemüüühtliiiiichkeiiiiit". Als weitere Programmpunkte trat eine lokale Peitschensportgruppe auf. Bei uns in Deutschland lässt man sich ja nur in leicht anruchigen Etabilisments auspeitschen, in Bayern ist das Volkssport! Dachte ich. War aber nicht so. Sondern ganz anders. Die Jungs haben mit ihren Peitschen zum Klang der Tuba und des Akkordeons eine phantastische Performance hingelegt. Und nicht nur die vielen ausländischen Radler waren hin und weg.
Später wurden noch moderne Stücke von ABBA, Village People, etc. traditionell mit Trompete und Tuba interpretiert, was aber der Stimmung keinen Abbruch tat und ganz im Gegenteil für einen unvergesslichen Abschlussabend sorgte, der sicherlich in die Geschichte denkwürdiger GBI-Ereignisse eingehen wird.





Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen